Ich war angetan, weil ich mir das Werk so vorgestellt und gewünscht hätte, also Schwarz-Weiß und sehr gut fokussiert. Und ein toller Ausschnitt wurde generell bei jeder Person gewählt. Und ich fand es schön, Teil davon zu sein.
Magdalena
Die meisten Modelle machen mit, weil sie von diesem Kunstprojekt überzeugt sind und ein Teil davon sein wollen. Manche sind neugierig auf eine besondere Erfahrung und andere machen es nur aus einer Laune heraus...
Ein Fotoshooting, das alles andere als alltäglich ist für ein Aktmodell. Bisher gab es sowas noch nie, so nah dran, Details, die nicht mal Ärzte in der Größe sehen. Das fand ich spannend und hatte zu Christof gleich Vertrauen, weil es schien, als wisse er genau, was er vorhatte und umsetzten konnte.
Es war eine sachliche Atmosphäre und Christof hat immer genau erklärt, was er gerade macht (denn ich konnte ja nichts sehen) und stets nachgefragt, ob ich mich wohl fühle und sofort sagen soll, wenn ich es nicht tue.
Das macht für mich keinen Unterschied, weil ich Christof als Künstler sehe. In der heutigen Zeit halte ich nicht viel von dieser Mann-Frau-Trennung in der Aktkunst. Da haben Frauen genug "aufgeholt". Frauen haben eine andere Art und auch Winkel bei Aktfotos als Männer. Aber für Zeichnende ist ja auch egal, ob ein männliches oder weibliches Modell vor einem posiert. Hätte ich mich zu Beginn bei einer Frau wohler gefühlt? Vielleicht, aber Gefühle schraube ich bei meiner Arbeit sowieso ganz weit zurück. Für mich haben sie als Aktmodell da nix zu suchen (außer sie sind in Posen extra verlangt).
Oh je, ist das groß! Und so genau kenne ich die einzelnen Hautbereiche selbst bei mir da nicht. Ich war angetan, weil ich mir das Werk so vorgestellt und gewünscht hätte, also Schwarz-Weiß und sehr gut fokussiert. Und ein toller Ausschnitt wurde generell bei jeder Person gewählt. Und ich fand es schön, Teil davon zu sein - auch wenn ich damit nicht gerade "hausieren" gehen kann. Welches Aktmodell sagt mit Stolz "Cool, schau mal, bei einem Vulva-Projekt, das auch mich zeigt, habe ich liebend gerne mitgemacht."?
Offen in erster Linie, geduldig im Denken und Tun, denn man muss dem Künstler erst aktiv zuhören, sacken lassen, dann erst Fragen stellen und danach eruieren, ob man da mitmachen will und dann auch noch bedingungsloses Vertrauen haben, dass auch was künstlerisch Ästhetisches dabei herauskommt, von dem man gerne Teil war/ist. Das ist gerade bei diesem Projekt (unterschwellig) sehr viel verlangt.
Weißt du eigentlich, wie besonders du bist?